Daniel Born: „Vielfalt dieses Landes muss sich im Unterrichtsangebot unserer Schulen widerspiegeln"

Veröffentlicht am 16.05.2018 in Pressemitteilungen

SPD-Bildungsexperte Daniel Born fordert die Landesregierung auf, den Ethikunterricht schnellstmöglich auch an den Grundschulen auszubauen, denn: „Nimmt ein Kind nicht am Religionsunterricht teil, wird es bisher meistens in einer anderen Klasse geparkt.“ Betroffen waren bereits schon vor zwei Jahren (Schuljahr 2015/16) laut Angaben des Kultusministeriums rund 20 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler, denen keine qualitätsvolle Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht geboten wurde. Inzwischen kann von einem noch höheren Anteil ausgegangen werden und die Tendenz ist weiter steigend. „Die Vielfalt dieses Landes muss sich auch im Unterrichtsangebot unserer Schulen widerspiegeln und dazu gehört ganz klar der Ethikunterricht ab Klasse 1 sowie ein flächendeckendes Angebot des islamischen Religionsunterrichts“, unterstreicht der SPD-Bildungsexperte.

Born verbucht es als Etappensieg, dass Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann ihre Verweigerungshaltung zum Ethikunterricht an der Grundschule aufgegeben hat und aktuell zumindest schon mal Bildungspläne entwickeln lässt. Aber er warnt: „Wir werden nicht zulassen, dass diese wichtige Integrationsaufgabe zu Lasten der Kinder verschlafen wird“. Dass der Ethikunterricht ab dem Schuljahr 2019/20 nun in den Klassen 5 bis 7 ausgebaut wird, ist für Born eine längst überfällige Einlösung des grün-schwarzen Versprechens. „Zwar geht es zwei Jahre später los als geplant, aber bei dieser Landesregierung muss man ja froh sein, wenn sich überhaupt was regt.“ In den geheimen Nebenabreden waren zusätzliche Deputate für den Ausbau schon ab dem Schuljahr 2017/18 vorgesehen.

 

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