Dr. Stefan Fulst-Blei: „Der nächste Weckruf für die Kultusministerin“

Veröffentlicht am 06.05.2019 in Landtagsfraktion

Der bildungspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei zeigt sich angesichts der Ergebnisse der heute veröffentlichten VBE-Umfrage besorgt: „Das Urteil der Schulleitungen zum Stand der digitalen Bildung im Land ist alarmierend – wieder einmal. Es ist der nächste Weckruf für Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, aber die drückt wie gewohnt auf den Snooze-Button und schlummert weiter. Wahrscheinlich träumt sie lieber von ihrer Karriere in der CDU.“ Der SPD-Bildungspolitiker empfiehlt der Kultusministerin, sich stattdessen besser um ihren eigentlichen Job zu kümmern.

Fulst-Blei verweist darauf, dass die CDU-Ministerin im Falle des «digitalen Leuchtturmprojekts» ella auch nach anderthalb Jahren noch nicht zur Besinnung gekommen ist und erst in diesem September konkrete weitere Schritte vorstellen will: „Auf eine Bildungsplattform können die Schulleitungen in dieser Legislatur also kaum noch hoffen. Auch die Multimediaempfehlungen liegen inzwischen knapp drei Jahre in der Schublade. Der Mindeststandard an digitaler Ausstattung zur Umsetzung der Bildungspläne, den die Empfehlungen beschreiben, ist daher nicht überall gewährleistet. Mehr als zehn Jahre soll es laut Experten darüber hinaus dauern, bis die Effekte des Umbaus der Kultusverwaltung und Lehrerfortbildung an den Schulen ankommen“, erinnert Fulst-Blei an die aktuellen Probleme der digitalen Bildungspolitik im Land. „Es geht zu langsam! Es tut sich zu wenig! Es fehlt Grün-Schwarz an eigenen neuen Ideen“, so das ernüchternde Fazit des SPD-Bildungspolitikers, der ergänzt: „Ein schnelllebiges Feld wie die Digitalisierung braucht neue Ansätze. Wir schlagen einen Innovationsfond vor, sodass Schulen kreative Projekte mit Virtual oder Augmented Reality, 3D-Druck oder Coding ausprobieren und zeitnah umsetzen können. Zudem fordern wir den Modellversuch «Lernendes Kollegium 4.0» zum Aufbau von festen Dialogstrukturen an den Schulen, um die Lehrkräfte im kollegialen Austausch und mithilfe externer Expertise immer auf dem neusten Stand zu halten. Die Landesregierung muss endlich in die Puschen kommen und sich von ihrer behäbigen Digitalisierungspolitik verabschieden.“

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

Besucher

Besucher:80645
Heute:52
Online:1